Gasthof Waldhaus 22359 Hamburg Mellenbergweg 9

Alter, ländlicher Gasthof ( 1877 gebaut ) aus der Zeit, als Volksdorf Ausflugsziel für die Hamburger war. Bis heute gastronomisch genutzt. Obwohl über die Jahre baulich etwas verändert, ist der Gesamteindruck weitgehend erhalten geblieben. So ist das Gebäude eines der letzten erhaltenen Gasthöfe des ausgehenden 19. JH. und der damaligen Gastronomie – und Stadteilkultur in den Walddörfern. Das Gebäude soll jetzt abgerissen werden, um Neubauten Platz zu machen. Der Pächter räumt aus diesem Grunde das Haus am 1.4.2017. Das Denkmalamt Hamburg lehnt eine Initiative zum Erhalt des Gebäudes ab.
Bilder kann ich nachliefern.

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18 Kommentare

  1. Wieder ein großes Mehrfamilienhaus in volksdorf? an jeder Ecke wird abgerissen und ein neuer großer Klotz wird gebaut- es ist so traurig und schade um Volksdorf. Den Scharm den es einmal hatte, findet man nur noch vereinzelt.

  2. Und wieder verdienen nur die Bauunternehmer ! Wer braucht soviel Luxuseigentumswohnungen ? Wo sind die „Grünen “ welche die alten
    Baumbestände schützen sollten die im Wege sind bei einer Bebauung wo das gesamte Grundstück erst mal platt gemacht und ausgeschachtet wird .
    Und welchen Wert hat die Tradion und der gesamte alte , beschauliche , immer noch dörfliche Charakter von Volksdorf ? ( der immer wieder neu mühsam verteidigt werden muß vor Habgier und Behördenwillkür )

  3. So ein Gasthof muß erhalten bleiben. Wo gibt es in Volksdorf „gutbürgerliche Küche“ und ein passender Saal ist auch vorhanden. Laßt uns ein Stück Volksdorf nicht untergehen.

  4. Nach einem kernigen Volksdorfer-Waldspaziergang hier auszuruhen, ein großes Bauernfrühstück zu essen und ein kaltes Bier zu trinken. So habe ich es häufig gehalten, seid ich als Meiendorfer vor 22 Jahren an den Volksdorfer Wald gezogen bin. Es ist die letzte gemütliche Einkehr rund um den Wald seid die alten Lokalitäten in der Eulenkrugstraße schon neuen Häusern weichen mussten.
    Auch unser 50jähriges Klassentreffen konnten wir hier vor 2 Jahren in alter Heimat noch feiern. Welche Erinnerungen!
    Das Leben besteht nicht nur aus neuen Steinen sondern auch aus alten Heimatgedanken und -gefühlen! Genau das sollten die möglichen Entscheider auch einmal zum Gegenstand ihrer Entscheidung machen.

  5. Wir – eine große Gruppe aus Volksdorf und Meiendorf – sind einfach nur traurig, dass so ein Haus, wie das Waldhaus, abgerissen werden soll – und wieder sollen hochwertige Wohnungen auf dem Grundstück gebaut werden. Seit Jahren verkehren wir in diesem Gasthaus, waren im Sparclub, haben unsere Weihnachtsfeiern dort gehabt, und sind mehrmals im Monat dort eingekehrt, um nette Menschen zu treffen, ein Bier zu trinken und ein leckeres Essen zu verzehren. Wir wären wirklich dankbar, wenn dieses Haus mit einem neuen Pächter erhalten werden könnte.

  6. Ich zähle mich ebenfalls der örtlichen Öffentlichkeit zugehörig und halte das Waldhaus nicht für schutzwürdig. Für mich ist es ein Relikt aus der Postkutschenzeit und hat mit unserer modernen Lebensweise gar nichts mehr gemein. Das Haus zerfällt zusehend und dürfte nur mit erheblichen finanziellen Mitteln allenfalls im jetzigen Zustand erhalten werden können. Einen privaten Investor wird man dafür nicht begeistern können und öffentliche Mittel sind an anderer Stelle weitaus wichtiger.
    Ein erhaltenswertes Ausflugslokal mit Walddörfer-Charakter ist es schon lange nicht mehr. Abgesehen von gelegentlichen Trauerfeiern, dient es mehr als verruchte Eckkneipe.

  7. Der Pächter des Waldhauses hätte die jetzt stattfindende „Verbalunterstützung“ sicherlich in den vergangenen Jahren gerne in Form von Umsatz-Euros gespürt. Dies entsprach aber anscheinend nicht der Wirklichkeit.

    An Restaurants haben wir in Volksdorf keinen Mangel, Bier soll es dort auch geben!

    Als Wohnungs- oder Hausbesitzer in unserem schönen Stadtteil lässt sich vortrefflich über die „bösen Spekulanten“ in der Nachbarschaft schimpfen. Über die hohen Preise unserer Immobilien freuen sich anschließend alle!

    Eine „Kneipe“ an einem solchen Standort wirtschaftlich betreiben zu wollen entbehrt jeder Realität. Tip an den Verein De Spieker: Getreu der Entstehung unseres Museumsdorfes kommt vielleicht ein Wiederaufbau des Waldhauses an anderer Stelle in Betracht – wenn es denn ein so einzigartiges Relikt der Vergangenheit ist.

  8. Es gibt zwar in Volksdord genügend Resraurants aber keines verfügt über einen Raum
    für mehr als 40 Personen für Familien-Weihnachts-und sonstige Feiern.Bei entsprechender
    Werbung und konstant guter Gastronomie eine Seltenheit. Erhaltenswert auch als Kneipe,
    in der man innnen und aussen ein Bier trinken kann ,ohne gleichzeitig zum Essen genötigt
    zu werden. So etwas sollte erhalten bleiben.

  9. Dieser Gasthof gehört zu Volksdorf wie auch die Kirche. Seit meiner Kindheit ist er aus Volksdorfs Erscheinungsbild nicht wegzudenken.
    Ich hoffe es finden sich genügend Stimmen, die verhindern, dass dort solch ein „Wohnungsklotz“ entsteht, wie schon an vielen Plätzen in Volksdorf.

  10. Volksdorf ist (noch) relativ ursprünglich. In Meiendorf und Berne entstehen auch gerade diverse seelenlose Bauten. Lasst das nicht auch noch in Volksdorf Einzug nehmen. Es ist schade, dass immer nur das Geld regiert. Ein Stadtteil lebt auch durch liebenswerte Gebäude und wird dadurch erst lebenswert. Ich hoffe, dass dieser Beitrag eventuell etwas Positives bewirken kann.

  11. Wo geh ich denn dann zu erschwinglichen Preisen Grünkohl essen im Winter?
    Es wäre so schade, wenn der Gasthof nicht als solcher erhalten bliebe. Und falls nicht: Dann wenigstens das Gebäude als Ähnliches!

  12. Was ist noch mal der Grund , warum der Pächter bzw. die Pächtergesellschaft das Waldhaus räumen musste ??? Der böse Immobilienerwerber oder doch der nachfolgende Grund ???

    Amtsgericht Hamburg, Aktenzeichen: 67g IN 51/17
    In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 70260 eingetragenen Restaurant Waldhaus GmbH, Mellenbergweg 9, 22359 Hamburg,
    Geschäftszweig: Betrieb eines Restaurants namens Waldhaus in 22359 Hamburg, Mellenbergweg 9, nebst Vornahme aller kaufmännischen Tätigkeiten, die damit im Zusammenhang stehen ist am 02.03.2017, um 13:25 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO).

  13. Ich kenne das Waldhaus ca. seit meinem 15. Lebensjahr und bin mittlerweile 70. Damals wurde im Waldstück gegenüber noch der Jahrmarkt abgehalten. Später sind wir öfter ins Waldhaus bei Bruno zum Bierchen trinken gegangen. Zig Radtouren haben wir mit vielen Meiendorfern dort beendet und sind zuletzt mit einer Stammtischrunde des Öfteren dort eingekehrt. Es ist sehr sehr traurig, dass in der heutigen Zeit leider nur noch der Profit zählt. Bis auf wenige Ausnahmen werden alte Bausubstanzen vernichtet. Das geschah auch damals mit dem Restaurant „Goldenes Prag“. Wer stoppt den Wahnsinn? Und wo bleiben unsere Politiker?

  14. Der in langer Tradition gewachsene dörfliche Charakter Volksdorfs mit seinen
    privaten und öffentlichen Gebäuden und seiner grünen Umgebung wird in
    wachsendem Tempo bedroht durch den Bau von Wohngebäuden, die hinein
    gedonnert werden und das harmonische Gesamtbild ganzer Strassenzüge
    auflösen.
    Es handelt sich dabei um Betonklötze oder Aquarien. deren Anblick ohne
    jegliche Fantasie ist. In den Aquarien sieht man beim Hineinblicken ein
    Ambiente mit weißen Wänden und Mobiliar mit weissen Bezügen.
    Darin würde ich frieren. Wenn die Kinder, die darin mit ihren Smartphones
    aufwachsen im Erwachsenenalter als Manager oder Poltiker in die Schaltstellen
    kommen, werden sie agieren ohne zu wissen, was den Menschen in seinem Wesen und seiner Vielfalt ausmacht.
    Wenn man das Ausmaß dieser Gebäude bemängelt machen die Verantwortlichen
    geltend, es handele sich doch um Einzelhäuser. Nun denkt man unwillkürlich an
    Einfamilienhäuser. Weit gefehlt. Es sind Klötze mit bis zu sechs Parteien x zwei=
    12 Kfz, denn die Bewohner die diese hochpreisigen Wohnungen halten, sind finanzkräftig und teilweise Doppelverdiener. Die desolate Verkehrssitutation in Volksdorf wird dadurch weiter verschlechtert.
    Das Waldhaus ist emplarisch ein Gebäude, das von seiner Tradition,vom Anblick und
    seiner Nutzung her dem besonderen Charkter Volksdorfs entspricht. Es sollte keines-
    abgerissen und durch ein beschriebenes Gebäuder ersetzt werden. der diebezügliche
    Artikel des Heimatechos zeigt auf, dass es auch bei mangeldem Denkmalschutz als
    charakteristisches Gebäude zum Erhalt des Ortscharakters beiträgt.

    ein ewig Gestriger
    Hans-Dieter Arnold

  15. Ich frage mich, wohin will die Menschheit. Wir werden mehr in Hamburg, unser Wohnraumbedarf wächst quantitativ als auch qualitativ und der Lust, Geld zu verdienen oder mit Rundstücken zu „machen“ ist angesichts der Nachfrage ungebremst. Umso erhaltenswerter ist doch so manches Altes, das den Menschen lieb geworden ist, ein Stück Sicherheit in dem so schnelllebigen, hochverdichteten Alltag. Hier im Waldhaus ist preiswerter gemütlicher Raum, um kleinere Feiern auszurichten, um Abends mit den Nachbarn zu klönen und von der Terrasse den schönen Ausblick direkt in den Wald zu genießen. Quadratische Wohnklötze sind in einer wachsendes Stadt sinnvoll, aber Volksdorf gehört doch (noch) zu den Walddörfern. Der Name impliziert nicht, dass sich hier die sich vorschiebende Stadt letztendlich vollkommen breit macht. Lasst das Waldhaus bestehen, gebt ihm einen privilegierten Schutz, wenn für einen Denkmalschutz nicht reicht.

    Eine Alteingesessene

  16. ich schließe mich den vorigen Schreiben an. Es wird vermutlich wieder ein Haus im Bauhausstil, ein viereckiger Klotz ohne Dachschrägen und Gauben mit einer dunklen Fassade erbaut. Wir können es wohl kaum verhindern – schade

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