Aurel-Ecke

Das dreistöckige Gebäude an der Ecke Nöltingstraße / Bahrenfeld Straße ist typisch für Ottensens Charakter als „Stadtdorf“. Denn das macht Ottensen aus: großer Block neben kleinem Haus, chic neben gammelig, alle fünf Meter ein neuer Eindruck.

Was diese Ecke besonders macht: Die Bar Aurel – und der benachbarte Tulpenladen, der nur einmal in der Woche geöffnet ist. Winters wie Sommers sitzen die Gäste des Aurel im Freien, abends auf dem Kantstein – sicher eine der Hochburgen des Cornerns in Hamburg. Und wenn der Blumenladen auf hat, reicht die Schlange mehrere Häuser weit. Denn kaum irgendwo sind die Blumen so frisch und preiswert wie hier. Nicht zu vergessen der benachbarte Penny, überlebenswichtig für die, die sich die anderen Läden in der Umgebung nicht leisten können.

2014 ging erstmals durch die Presse, dass dieses originale Stück Ottensen mit seinem Anflug von Montmatre-Flair verschwinden könnte. Denn natürlich kann man hier höher bauen. Aber könnten der Charme und die Nutzungen erhalten bleiben? Wie würde sich ein Neubau auf den benachbarten Alma-Wartenberg-Platz auswirken? Das ist immerhin so etwas wie das Wohnzimmer Ottensens. Hier könnte tatsächlich einer prägendsten Orte Altonas verschwinden, wenn nicht mit Bedacht vorgegangen wird.

Dieser Ort ist ein guter Anlass, über einen Denkmalschutz nachzudenken, der sich nicht an der historischen Originalität eines Bauwerks, sondern am prägenden Charakter des Ortes und seiner Nutzungen festmacht.

Zwei Artikel dazu:
Hamburger Abendblatt 2014
Mopo 2016

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