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OPEN ARMS gGmbH

Unser Projekt – die OPEN ARMS gGmbH – wurde 2015 von Christoph Birkel gemeinsam mit seinem Vater Wolfram und seiner Schwester Catharina gegründez:

„Die Integration der Menschen, die in den Öffentlich-Rechtlichen Unterkünften (ÖRU) untergebracht werden, begreifen wir als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Verantwortung. Wir sind bereit, uns dieser Verantwortung zu stellen und tun dies mit unserem Projekt „OPEN ARMS“. Uns ist bewusst, dass die Bewohner der ÖRU mit vielen Belastungen zu kämpfen haben: Traumata, Krankheiten, Verluste, Existenzängste. Ihnen beizustehen und ihnen den Weg in unsere Gesellschaft zu ebnen, ist eine große Herausforderung, der wir uns gegenübersehen. Wir wollen die Herausforderung annehmen und gemeinsam mit den Bürgern, den Behörden und den Bewohnern der ÖRU ein gelingendes Miteinander ermöglichen.“

Um dies zu erreichen, verfolgt die OPEN ARMS gGmbH folgende Ziele:

Schaffung einer Willkommenskultur und Verhinderung von Stigmatisierung von Geflüchteten und Asylbewerbern. Wir möchten ihre Integration erleichtern, indem wir u.a. Schulungen und Sprachkurse anbieten.

Zudem unterstützen wir die Helferinnen und Helfer und Anwohnerinnen und Anwohner in ihrer Arbeit, indem wir Kontakte zwischen Geflüchteten und Ehrenamtlichen vermitteln, das ehrenamtliche Engagement fördern und die bereits aktiven ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiativen durch die Bildung eines Netzwerks unterstützen und die ehrenamtlichen Helfer durch Fortbildung, Beratung und Begleitung fördern.

Seit unserer Gründung wurden und werden immer mehr Herausforderungen und Problemlagen in der Arbeit mit geflüchteten Menschen deutlich.
Wir sind der festen Überzeugung, dass „Hilfe für die Helfer“ nach wie vor ein integraler Bestandteil der Arbeit mit geflüchteten Menschen sein sollte. Nur ein gut ausgebildeter und gut unterstützter Helfer „brennt nicht aus“ und bleibt auch über Jahre hinweg ehrenamtlich aktiv. Und ohne die unzähligen ehrenamtlichen Helfer wäre die Integration von geflüchteten Menschen in Deutschland nicht möglich.

Darüber hinaus beabsichtigen wir unsere Angebote stetig zu erweitern und sie so vielen geflüchteten Menschen und Helfern wie möglich zugänglich zu machen.
Integration kann nur in einem Miteinander aller Beteiligten gelingen: mit den geflüchteten und mit den bereits hier lebenden Menschen und den Helfern, den Hauptamtlichen, den Behörden. Wir können es uns nicht leisten, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen und diese Menschen sich mehr oder minder selbst überlassen, wir müssen gemeinsam für die Zukunft unserer Gesellschaft arbeiten und die OPEN ARMS gGmbH möchte sich daran nach ihren Möglichkeiten beteiligen!

Wir freuen uns, dass wir unsere Workshops in enger Kooperation mit dem Bezirksamt Harburg durchführen können und inzwischen Teil der Lokalen Partnerschaften Harburg geworden sind. Darüber hinaus arbeiten wir auch mit dem Willkommensbüro und dem Ehrenamt des Deutschen Roten Kreuzes Harburg zusammen und kooperieren mit anderen Hamburger Flüchtlingsinitiativen. Wir haben zudem einigen Bewohnerinnen und Bewohnern, die aktuell keinen Anspruch auf die Finanzierung eines Integrationskurses haben, den Besuch dieser Kurse ermöglicht, um auch ihnen einen Zugang in unsere Gesellschaft zu ermöglichen.

In den vergangenen zwei Jahren konnten wir nicht nur unsere Workshops und Informationsveranstaltungen fortsetzen, sondern die Arbeit in und mit der ÖRU „Am Radeland“ weiter ausbauen. Unser Projekte wie das „Nachbarschaftscafé“, die Nähwerkstatt „komm, wir nähen“, die Buffetbegegnungen laufen ausgesprochen erfolgreich, benötigen aber weiterhin personelle und finanzielle Unterstützung. Das sehr gut besuchte Sommerfest in der ÖRU wird auch im Jahr 2017 wiederholt werden und wird sich hoffentlich als regelmäßige Veranstaltung etablieren. Unsere kulturellen Veranstaltungen, die unter dem Motto „Ein Abend für…“ stattfinden, erfreuen sich großer Beliebtheit und ermöglichen den Bewohnerinnen und Bewohnern, gemeinsam mit professionellen Referenten, von ihrem Herkunftsland und ihrer Flucht zu berichten. Auch der Fokus unserer Workshops verändert sich und nach Möglichkeit versuchen wir, die Themen nicht nur an den Bedürfnissen unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auszurichten, sondern auch an den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner der ÖRUs. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren voraussichtlich noch weiter verstärken.

Wir würden uns sehr über weitere Menschen freuen, die Lust haben, uns bei unserer Arbeit mit Geflüchteten zu unterstützen. Nähere Informationen finden sich auf unserer Homepage open-arms.net

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