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Gelbe Liste Hamburg

Der Online-Stadtplan der sozialen Innovationen Hamburgs.

Die Gelbe Liste hat das Ziel, Soziale Innovationen in der Stadt Hamburg sichtbar zu machen.

 

Was sind Soziale Innovationen?

Soziale Innovationen sind neuartige Lösungsansätze für die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit oder der Zukunft. Sie zeichnen sich vor Allem dadurch aus, dass sie wirkungsorientiert sind. Wirkungsorientierung heißt, dass als erstes Ziel der gesellschaftliche Wandel vorangetrieben wird. Die Wirkung steht über dem wirtschaftlichen Erfolg. Es wird fälschlicherweise oft angenommen, dass Social Businesses kein Geld verdienen. Das Gegenteil ist der Fall: Social Businesses zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein Geschäftsmodell entwickelt haben, mit dem sie den gesellschaftlichen Wandel antreiben können. Der Unterschied zu klassischen Unternehmen ist, dass erwirtschaftete Gewinne wieder dem Zweck zufließen, nicht aber als Kapital angespart oder ausgeschüttet werden können.

 

Damit sind wir bereits beim zweiten Kriterium: Gemeinnützigkeit. Nicht zwingend müssen gemeinnützig orientierte Unternehmen immer auch eine gemeinnützige Rechtsform haben. Als Soziale Innovation haben sie aber auf jeden Fall einen gemeinnützigen Zweck, im Kern der Unternehmen steht also der gesellschaftliche Mehrwert, nicht der wirtschaftliche Erfolg. Als Beispiel können wir hier das Projekt Frischepost nennen, welches zwar als GmbH keine gemeinnützige Rechtsform gewählt hat, aber den gemeinnützigen Zweck verfolgt, regionale Bauern mit städtischen Kunden zu vernetzen und so die lokale Agrarwirtschaft anzukurbeln. Ebenso verhält es sich mit der Viva con Agua Wasser GmbH, die zwar selbst keine gemeinnützige Entität ist, aber durch die Verteilung der Gesellschaftanteile an Verein und Stiftung belegt, dass im Kern der Unternehmung das Generieren von Spendengeldern für die Finanzierung von Wasserprojekten steht, hier eben über den Verkauf eines Produktes.

 

Das nächste Kriterium für eine Soziale Innovation ist die Übertragbarkeit oder in Fachsprache auch Skalierbarkeit genannt. Ziel ist, dass die entstehenden Lösungsansätze auch in andere Regionen oder für andere Zielgruppen übertragbar ist. Beispiel ist hier das in Berlin entstandene Unternehmen Original Unverpackt, ein Supermarkt ohne Verpackungen, welches viele andere Gründer in ganz Deutschland animiert hat, die Geschäftsidee zu kopieren. Inzwischen gibt es auch in Hamburg mehrere Supermärkte ohne Verpackung. Auch das ist Gemeinnützigkeit: Je mehr Akteure sich dafür engagieren, das zugrunde liegende Problem zu beheben, umso besser.

 

Mit dem Online-Stadtplan soll die Partizipation und das gesellschaftliche Engagement der Bürger gestärkt werden. Darüber hinaus sollen Bürger, Institutionen, Unternehmen und Akteure vernetzt werden.

Die Sozialen Innovationen können ihren Bedarf an Ehrenamtlern, Sach- und Fördermittel darstellen, Bürger, Unternehmen und Förderpartner können sich direkt an die Sozialen Innovationen wenden.

Die Gelbe Liste möchte damit zum gesellschaftlichen Wandel in der Stadt Hamburg beitragen.

So kannst Du mitmachen

Jede(r) kann mit Hilfe eines Online-Formulars Soziale Innovationen zum Online-Stadtplan hinzufügen.
Erwünscht sind Einträge, die ein konkretes Projekt benennen. Für generelle Meinungsäußerungen oder andere Kommentare bitte die Kommentarfunktion nutzen. Generell gelten die Regeln der Redefreiheit.

Ein Redaktionsteam prüft jeden Eintrag: Wird ein konkretes bestehendes Projekt genannt? Gibt es Belege dafür, dass das Projekt tatsächlich existiert? Beachtet der Beitrag die generellen Regeln der freien Rede?

Die Gelbe Liste kann nur funktionieren, wenn viele Soziale Innovationen eintragen. Erzähl Deinen Freunden von der Gelben Liste. Wenn Du das Projekt darüber hinaus unterstützen möchtest, melde Dich bei redaktion@nexthamburg.de.

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