Die Zukunft des Hafens

Thema für die Stadt von morgen

Die Zukunft des Hafens
Das Thema

Der Hafen befindet sich im Wandel. Bis zum Jahr 2030 könnte sich der Containerumschlag mehr als verdreifachen, eine gewaltige Herausforderung für die Verkehrsinfrastruktur. Aber die Unsicherheiten wachsen: In Folge des Klimawandels könnten sich globale Schiffahrtsrouten zu Ungunsten von Hamburg verlagern. An der Wesermündung entsteht der Jade-Weser-Port, der einen Teil des Hamburger Umschlags abgreifen könnte.
Flächenmäßig kann der Hafen kaum noch wachsen. Kann man die Hafenflächen nicht viel effizienter nutzen? Und was wird aus Hafenflächen, die nicht mehr gebraucht werden – zum Beispiel den Werften, die in wenigen Jahren Geschichte sein könnten?

Entwickle Lösungen für den Hafen von morgen, für den Umgang mit seinem industriellen Erbe, für eine Hafenwirtschaft, die ihre Flächen effizienter nutzt und stärker in die Stadt integriert ist. Zeig, wie eine Wiederkehr des Hafens in die Stadt aussehen könnte – ein Hafen abseits der Containerberge.

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  1. Absolut. Der letzte Hafenentwicklungsplan war ziemlich enttäuschend, vor allem mit dem irrwitzigen Ziel von mehr als 25 Mio. TEU bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts. Die Wertschöpfung ist jedoch weiterhin ausgesprochen hoch, wie man eben diesem Plan auch entnehmen kann. Steigern könnte man sie, indem man mehr Produkte hier unmittelbar verarbeitet statt wegzuschicken, aber hier ist das altbekannte Problem: Dafür benötigt man Flächen. Jede Planung fernab des Hafengebiets sorgt für eine extreme Verkehrsbelastung und ist deshalb abzulehnen. Im Hafen selbst wird’s auch eng. Der Kleine Grasbrook ist immer wieder Spielball merkwürdiger Ideen von Politikern, bei der Peute laufen die Künstler Amok, … bleiben eigentlich nur noch die Hafenerweiterungsflächen in Moorburg und Finkenwerder. Und selbst dort wird sicherlich irgendeine Tellerschnecke den Verbänden auffallen. Wie die Tiere dann Schulen, Naturschutz, soziale Einrichtungen, Renten etc. finanzieren, bleibt das Geheimnis jener, die sich damit nicht mehr rumplagen müssen. Schwierig!

  2. Man sieht: Das Thema Hafen polarisiert. Fakt ist: Die aktuelle Hafenplanung geht von einem Wachstum aus, das deutlich über dem der vergangenen Jahre liegt. Dabei wird ziemlich einseitig auf den Ausbau des Containerumschlags gesetzt, obwohl der kaum noch Wertschöpfung für die Stadt bringt. Es wäre Zeit, die Idee des Hafens zu erneuern, danach zu suchen, wie die Wertschöpfung auch bei stagnierendem Umschlag erhöht werden kann. Das müsste ein Hafenentwicklungsplan leisten.

  3. Aber das Denken anderer, die ein “Hauptsache woanders hinverlagern, damit es dort ist” ablehnen, als schlampig und borniert zu bezeichnen, ist natürlich ein netter Umgang. Man kann natürlich auch alle Inhalte erfolgreich überwinden und nur sagen, daß man’s doof findet, wenn es so aus dem Wald schallt, wie man reinrief.

    Utopische Visionen sind ja teilweise ganz drollig, aber hier fehlt ja jeder Nutzen. Reißen wir halt unsere Affinerien ab, setzen ein paar Leute auf die Straße, subventionieren ein paar hippe Künstler und bauen neue Gebäude in Bremerhaven oder Wilhelmshaven. Und wenn die es auch verlagern wollen, schütten wir einfach das Watt weiter zu, wie es am JWP eh schon getan wurde, damit nun zwei Schiffe pro Woche den Hafen anlaufen, hurra.

  4. Und genau dazu ist nexthamburg.de ja da.
    Nur schade, daß es einige nicht schaffen, in der Diskussion sachlich zu bleiben, sondern statt dessen ihren Zynismus verspritzen, andere kleinlichst und völlig nebensächlich auf Rechtschreibfehler hinweisen und keine Gegenvorschläge außer “es soll so bleiben, wie es ist” zu machen.
    Das selbe erlebe ich in der Diskussion um die Esso- Häuser und um Wilhelmburg (bitte berichtige mich, wenn ich wieder einen Rechtschreibfehler gemacht habe).

  5. Ja, eine Alternative außer “Hauptsache weg damit” liefert man wohl nicht. Den Spieß umzudrehen und zu sagen, man wolle ihn behalten, weil er schon immer da war, funktioniert nicht, nachdem man ihn weghaben wollte, weil’s einfach alt war. Ja, von einer gezielten Verlagerung war die Rede, obwohl sie ökologisch komplett irre ist. Ohne Arbeitsplätze, die man offenbar nicht anbieten will, sieht’s mit dem sozialen Frieden auch anders aus. Halten wir’s fest: Eine Verlagerung ist weder ökologisch noch sozial noch ökonomisch (ja, auch das darf man nicht auf Krampf ignorieren) sinnvoll. Der einzige Grund, so töricht zu sein, ist und bleibt also, daß das irgendwie alt und nicht hipp ist. Künstler mit roten Hosen sehen halt netter aus als Männer im Blaumann. Und da hört’s wieder auf.

    Wer Wilhelmshaven (mit V) als Alternative sieht, hat etwas grundlegendes der Logistik nicht verstanden. Nur weil welche im Chor den Unsinn anstimmen, wird es leider nicht richtiger. Die Argumentation, die neuesten Schiffe seien zu groß und deshalb dürfe gar keins mehr anlaufen, geht auch in die Hose. Einfach mal nicht nur schöne Bilder malen, sondern konkret Fakten heranziehen.

  6. @Hannes H.: Deine Unterstellung, es handle sich um eine “Hauptsache weg damit”- Haltung, entbehrt jeder Grundlage. Anscheinend hast Du die Argumentationen in den anderen Kommentaren nicht gelesen oder nicht verstanden.
    Es mag ja sein, daß Hamburg’s Hafen jahrhunderte Lang funktioniert hat: Anfangs am Binnenhafen bei der alten Börse und dem alten Rathaus in der Nähe der Trostbrücke, dann am Baumwall, dann am Großen Grasbrook und schließlich, wo er jetzt zu finden ist. Jedes Mal war die Verlagerung nötig, weil der alte Ort nicht mehr das leisten konnte, was die neuen größeren Schiffe und später der Container dem Ort abverlangte. Nun ist es wieder so weit: Die Elbe ist zu schmal und flach für die neue Generation von Container- Schiffen. Darum hat der Hafen mal wieder an der Stelle, wo er jetzt ist, ausgedient. Alternativen sind massivste Eingriffe in die Natur, von deren Effekten auf die Natur und die Stadt niemand eine genaue Ahnung hat. Wir müssen aufhören, zu denken, daß sich die Welt nur um die Ökonomie. Apropos: Auch darüber werden sich hier Gedanken gemacht, welche Alternativen es für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze gibt.
    Den Hafen zu behalten, weil er immer schon da war (was faktisch nicht wahr ist, denn der Fluß ist älter als der Hafen), ist schlampiges und borniertes Denken.

  7. Und das soll was bringen? Wirkt wie ein unnützes “Hauptsache wech damit!”, während alle sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekte einfach ignoriert werden. Wir können doch sehr froh über unseren Hafen sein. Wer absichtlich und gezielt eine robuste Industrie, die seit Jahrhunderten ihren Dienst erfüllt und es keine Gründe gibt, wieso sie es nicht mehr tun sollte, einfach nur aufgibt für “hippe”, anfällige, alimentierte Nutzungen, scheint wenig Interesse an einer positiven Hafen- und damit Stadtentwicklung Hamburgs zu haben. Schade, dass noch so gedacht wird.

  8. Nein, Zusammenschluß und Ausbau von Bremerhafen und Wilhelmshafen, von da auch Flußschiffer die Elbe rauf bis über Hamburg hinausund/oder über den NordOstseeKanal in den Osten

  9. Und wohin auslagern? Neuwerk zuschütten?

  10. Der Hafen ist tot… es lebe der Fluß.
    Mit einer Auslagerung des Hafens wäre die Fluß- und Binnenschiffahrt neu gefordert und böte neue oder ersatzmäßige Arbeitsplätze und eine lebendigere Elbe.
    Wer einmal in London war, kann dort sehen, was es heißt, wenn der Fluß mitten durch die Stadt fließt, wie kreativ man mit alten Hafenflächen umgehen kann, wie aus Brache neue und lebendige Viertel entstehen können.

  11. Der Hamburger Hafen kann nur noch durch aufwändige Maßnahmen, wie der Elbvertiefung am Leben gehalten werden. Dies ist ein Zeichen, daß er, so traurig es auch sein mag, nicht mehr für seine klassische Aufgabe geeignet ist.
    Hamburg sollte sich mit diesem Gedanken anfreunden und neue Ziele verfolgen, andere wirtschaftliche Identitäten aufbauen. Genauso wie die Alster als ursprüngliche nördliche Verteidigung und zum Betrieb einer Mühle aufgestaut heute ausschließlich der Naherholung dient, kann auch der Hafen für eine neue Funktion genutzt werden.
    Neben dem Beispiel einer neuen Hafencity können die nördlichen Elbinseln (kleiner Grasbrook, Steinwerder, westliche Veddel) z.B. zu einem neuen Messegelände mit Naherholungsgebiet werden. Auch der Ausbau Hamburg’s zu einer Sportstadt kann dort realisiert werden.
    Die Fläche der jetzigen Messe kann dann für den Wohnungsbau genutzt werden.

    Anbindung des Areals würde über eine Westschleife der U4 und durch Busse und die Hadag- Fähren erfolgen. Wohnen + Arbeitsstätten (neue Hafencity), Sportstätten, Konzerthallen und Naherholung (wie der Emscher Park) in Wasserlage mit Blick auf die Innenstadt wäre ein immenser Zugewinn.

  12. Es fehlt bei dem Szenario die Frage, was aus dem Hafenerweiterungsgebiet Moorburg werden soll. Eine riesige Fläche , attraktiv gelegen mit guten Voraussetzungen. Die HPA denkt ernsthaft daran, dort eine Hafenschlickdeponie einzurichten. Und das in einem Stadtstaat, der per se kaum über Reserveflächen verfügt und eigentlich ein starkes Interesse daran haben sollte, möglichst nutzbringend mit seiner Fläche umzugehen. Aber diese Gedanken konzentrieren sich hauptsächlich im Bereich nördlich der Elbe und scheinen im Süden noch nicht angekommen zu sein. Ein Vorschlag für die Nutzung dieser wertvollen Flächen wäre der “Wissenspark für Umwelt- und Maritime Technologien”. Dieses Konzept und die Flächen in Moorburg passen geradezu perfekt zusammen. Siehe hier bei nexthamburg und bei Facebook.

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